Ivanka Trump: Neuer Unternehmensskandal?

Ivanka Trump: Neuer Unternehmensskandal?

Es sieht mal wieder nicht gut aus für Ivanka Trump. Während sich die First Daughter aufgrund von Plagiatsvorwürfen vor Gericht verantworten muss, steht nun neuer Ärger ins Haus. "The Washington Post" hat Vorgänge in ihrem Unternehmen aufgedeckt, die der propagierten Politik von Papa Trump deutlich widersprechen.

"Make America Great Again", so lautet das Motto von US-Präsident Donald Trump. Maßnahmen, die dazu führen sollen, die USA wieder groß zu machen, sind unter anderem die Schaffung von Arbeitsplätzen für Amerikaner und ein Stopp beim Outsourcing von US-Firmen. So wie es aussieht, hält sich aber ausgerechnet Tochter Ivanka nicht an diesen großartigen Plan. Laut "The Washington Post" lässt die Blondine nämliche unter anderem Schuhe, Pullis und Lederhandtaschen für ihre Kleidermarke aus Malta, Malaysia, Japan, Südkorea und Yemen per Schiff in die USA einführen. Produziert wird in Bangladesch, Indonesien und China – dort wo es günstig ist.

Ebenfalls peinlich: Im Frühjahr veröffentlichte der Trump-Sprössling ein Buch. Dort hieß es, die Verbesserung der Lebensumstände von arbeitenden Frauen sei die "Lebensaufgabe" von Ivanka. Die Tageszeitung fand heraus, dass ihr Unternehmen das aber wohl nicht allzu ernst nimmt.

Körperliche Misshandlung und Kinderarbeit sind laut der Führungskräfte zwar verboten, allerdings setzt das Unternehmen darauf, dass die Lieferanten selbst darauf achten, diese Firmenpolitik einzuhalten. Ivanka Trump konzentriert sich derzeit offenbar auch auf andere Aufgaben. So vertrat sie ihren Vater kürzlich beim G20-Gipfel in Hamburg.

Derweil sah sich "The Washington Post" US-Zollprotokolle und internationaler Versandaufzeichnungen an und deckte in Gesprächen mit Mitarbeitern in drei Fabriken Missstände auf: Zu geringe Löhne und Beleidigungen von Vorgesetzten stünden auf der Tagesordnung.

Laut Abigail Klem, Präsidentin der Ivanka Trump-Marke hat das Label "noch nicht die Politik anderer Marken erreicht, weil es neuer und kleiner war … konzentriert sich aber nun darauf, was es tun kann."