Italiens Regierung rechnet mit Verbesserung der Corona-Lage gegen Frühlingsende

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Eine Frau im nordwestlichen Dronero wird geimpft

Die italienische Regierung rechnet mit einer Verbesserung der Corona-Lage im Land "in der zweiten Frühjahrshälfte". Aufgrund der strengeren Beschränkungen und der wachsenden Zahl an Geimpften gehe die Regierung davon aus, dass sich gegen Ende des Frühlings die Infektionszahlen verbesserten, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza der Tageszeitung "La Repubblica" am Sonntag.

Wegen erneut drastisch steigender Zahlen bei den Corona-Infektionen hat die Regierung für weite Teile Italiens einen dritten Lockdown verhängt, der am Montag in Kraft tritt und bis zum 6 April gilt. Regionen mit einem Inzidenzwert von 250 wechseln damit automatisch in die höchste Alarmstufe rot. Dies trifft derzeit auf rund drei Viertel des Landes zu.

In den betroffenen Regionen sind Schulen, Hochschulen, Cafés und Restaurants ab Montag geschlossen. Der Verkauf aller nicht dringend benötigten Produkte wird gestoppt. Kurz vor Inkrafttreten des Lockdowns musste die Polizei am Wochenende unter anderem in Rom und Mailand größere Menschenansammlungen auflösen. Zudem erlebten viele Friseursalons einen regelrechten Kundenansturm.

In Italien stieg die Zahl der Infektionen zuletzt wieder stark an, unter anderem wegen der Ausbreitung der britischen Corona-Mutante. Seit Pandemiebeginn starben fast 102.000 Menschen nach einer Coronavirus-Infektion. Am Samstag wurden 26.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden sowie 317 Todesfälle registriert.

noe/gt