Italien will Corona-Tests nach Anti-Doping-Vorbild zentralisieren

SID
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Rom (SID) - Nach einer Kontroverse um den früheren Dortmunder Ciro Immobile will Italiens Fußball-Liga Serie A die Testungen auf das Coronavirus nach Modell des Anti-Doping-Systems zentralisiert durchführen. Ziel sei eine Harmonisierung der Analyse von Abstrichen der Spieler, geht aus einem Vorschlag des Verbands der italienischen Sportärzte an den Fußballverband FIGC hervor.

Geplant sei die Einrichtung einer Plattform, auf der die Resultate der Tests hochgeladen werden sollen, berichtete die Gazzetta dello Sport. Statt Schnelltests sollen Molekularabstriche genommen werden, die als zuverlässiger gelten.

"Wir wissen, dass damit die Ausgaben für die Klubs wachsen werden. Es ist aber wichtig, dass es zu einer Harmonisierung der Tests kommt, die die unterschiedlichen Vereinen durchführen lassen", sagte Luigi De Siervo, Geschäftsführer der Serie A.

Ein zentralisiertes Testsystem gilt in Italien als dringend notwendig, nachdem es beim Erstligisten Lazio Rom widersprüchliche Ergebnisse gegeben hatte. Unter anderem war Lazios Kapitän Immobile von verschiedenen Labors positiv und negativ zugleich getestet worden.