Italien wählt am 4. März: Qual der Wahl?

In Italien steht jetzt fest, wer bei den Parlamentswahlen am 4. März antreten wird. Kaum eine Wahl in Europa ist so spannend wie diese, denn auch in Rom deuten die Zeichen auf eine Umwandlung der Parteienlandschaft - mit neuen und mit alten Köpfen.

Spitzenkandidat der linken populistischen Fünf-Sterne-Bewegung ist Luigi die Maio, der 31-Jährige gehört zu den beliebtesten Politikern in Italien. Er will mit seiner EU-kritischen Bewegung eine neue Ära einleiten.

Wieder zurück auf der politischen Bühne ist der 50 Jahre ältere Silvio Berlusconi. Il Cavaliere darf zwar nicht selbst antreten, weil er wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder verurteilt ist. Aber er bestimmt den Kurs seiner FORZA ITALIA, die eine Koalition mit der rechtspopulistischen Lega Nord anstrebt.

Ex-Regierungschef Matteo Renzi von den Sozialdemokraten der PD ist sogar in den eigenen Reihen umstritten. Parteigenossen werfen ihm vor, dass er nur ihm nahestehende Kandidaten aufgestellt hat.

Seine Ratgeberinnen seien seine Großmütter twittert Matteo Renzi.

Fünf Wochen vor der Wahlen machen die politischen Parteien den Wählerinnen und Wählern alle möglichen Versprechungen - dabei gehört Italien hinter Griechenland zu den Sorgenkindern der EU.