Italien: Mitte-links Lager geht gestärkt aus Kommunalwahlen hervor

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In Italien sind die Mitte-links-Parteien gestärkt aus den Kommunalwahlen hervorgegangen. Die Kandidaten der Sozialdemokraten ["Partido Democratico"], die drittstärkste Kraft im Parlament, konnten sich auf Anhieb in Mailand, Neapel und Bologna durchsetzen.

In Triest, Turin und Rom gewann keiner der Bewerber im ersten Wahlgang, dort finden in zwei Wochen Stichwahlen statt.

Dem früheren Ministerpräsidenten Enrico Letta gelang bei einer außerplanmäßigen Wahl in Siena nach sechs Jahren Pause die Wiederwahl ins italiensche Parlament. Letta wertete den Ausgang der Wahlen insgesamt als Erfolg, besonders im Bezug auf die Rechtspopulisten. Man habe gezeigt, dass sie zu schlagen seien.

Klar ist auch, dass die Bürgermeisterin von Rom Virginia Raggi von der Fünf-Sterne-Bewegung, die als erste Frau das Amt bekleidete, abgewählt ist. Sie lag im ersten Wahlgang deutlich hinter dem Mitte-rechts-Kandidat Enrico Michetti, Spitzenpolitiker der rechten Partei Fratelli d’Italia ("Brüder Italiens"), und dem sozialdemokratischen Ex-Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri.

In Triest zieht der Mitte-Rechts-Bürgermeister Roberto Dipiazza in die Stichwahl gegen den Mitte-Links-Kandidaten Francesco Russo.

In Kalabrien, im Süden des Landes, wurde zudem die Regionalregierung gewählt, dabei konnte das Mitte-rechts-Lager die Wahl für sich entscheiden.

Die Fünf-Sterne-Bewegung musste landesweit Verluste hinnehmen.

Die Wahlen galten als wichtiger Stimmungstest im Land, besonders in Bezug auf die Corona-Pandemie, von der Italien während der ersten Welle besonders hart getroffen wurde. Insgesamt waren 12 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen, das entspricht einem Viertel der Wählerschaft.

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