Italien in Flammen: Manche denken nur ans Geld

Waldbrände, Buschfeuer, vor allem Italien trifft es dieses Jahr besonders hart. Zwei Frauen starben nahe Rom durch die Flammen. Und auf Sizilien rückten die Feuerwehren alleine am Montag knapp 300 mal aus.

Auch im Tal der griechischen Tempel in Agrigento auf der Insel brennt es; die Flammen machen auch vor Weltkulturerbestätten keinen Halt. Ebenfalls betroffen: die Region um das 1.000 Jahre alte Schloss Hohenstaufen in Cosenza.

Im Südosten der Insel, in Ragusa, versucht man unterdessen, aus dem Feuer Profit zu schlagen. Die Polizei ermittelt gegen mehrere Feuerwehrleute, die angeblich Feuer gelegt oder nicht existierende Brände gemeldet haben. Grund dafür: Die Feuerwehrleute werden nach Einsatzstunden bezahlt. Auffällig war allerdings, dass das Team rund dreimal so viele Einsätze hatte wie andere Feuerwehren.

“Brände sind in der Mittelmeerregion nichts Besonderes”, erklärt der Waldbrandexperte Antonino Morabito. Manche würden sogar mit gutem Grund gelegt, zum Beispiel von Viehhaltern, um die Pflanzen auf den Weiden für die Tiere zu erneuern. “Es gibt aber auch Betrüger, zum Beispiel Waldarbeiter, die ihrer Aufgabe nicht nachkommen und deshalb Brände legen, um ihr Versagen zu vertuschen.”

Nach der langen Trockenheit gibt es aber Hoffnung für die betroffenen Regionen. So hat ein plötzlicher Regenschauer zumindest in Kalabrien dazu beigetragen, die Feuer einzudämmen.