Nicht geimpft: 6-Jähriger stirbt nach Maserninfektion

In einem italienischen Krankenhaus starb ein sechsjähriger, leukämiekranker Junge an Kompliaktionen durch eine zusätzliche Maserninfektion. Weder er noch seine Geschwister waren geimpft– seine Eltern sind Impfgegner. Italien hat im Mai die Impfpflicht für zwölf Krankheiten wieder eingeführt, darunter Masern, Tetanus, Kinderlähmung, Mumps, Keuchhusten und Windpocken. Wird die Impfpflicht ignoriert, drohen Strafen.

Der Immunologe Roberteo Burioni hat mit wissenschaftlichen Begründungen dafür gekämpft: “Wer die Freiheit fordert, ob er seine Kinder impft, der könnte auch die Freiheit fordern, 300 zu fahren auf der Autobahn. Man gefährdet nicht nur sich selbst und seine Beifahrer, sondern die Allgemeinheit.”

Bis Mitte Mai wurden rund 2400 Masernfälle registriert, 860 mehr als im gesamten vergangenen Jahr. Etwa neun von zehn Kranken waren nicht geimpft. Ohne Impfung nehmen Krippen, Kindergärten oder Vorschulklassen Kinder nicht mehr auf.

Burioni fordert harte Konsequenzen für Ärzte, die seiner Meinung wieder besseres Wissen von Impfungen abraten: “Als erstes müsste man gegen Ärzte vorgehen, die falsche oder gefährliche Informationen streuen. Sie dürften nicht mehr praktizieren, ein Arzt sollte nicht mit Informationen arbeiten, die für Patienten oder andere gefährden.”

Citizens unite for their children’s rights! Mandatory vaccination legislation in Italy led to protests in over 20… https://t.co/D3Kp7uYqkY— WorldMercuryProject (@WorldMercury) 21. Juni 2017