Istaf: Gesa Krause – Darling der deutschen Leichtathletik

Gesa Krause beim Istaf in Berlin

Nun hat das Jahr 2017 doch noch einen versöhnlichen Abschluss genommen für Gesa Felicitas Krause. Die WM-Neunte von London über 3000 Meter Hindernis winkte den Zuschauern fröhlich zu. Die 25-Jährige wurde beim Istaf in Berlin gefeiert, nachdem sie als Zweite hinter der Kenianerin Norah Tanui (9:05,31 Minuten) ihren eigenen deutschen Rekord auf 9:11,85 gesteigert hatte. Da flossen wieder Tränen, diesmal Freudentränen.

Solange sie denken kann, sind Hürden ihr ständiger Begleiter. Meist überwindet Krause sie mit Leichtigkeit. Sie ist Europameisterin und hielt schon vorher den deutschen Rekord in 9:15,70 Minuten, aufgestellt im Mai in Doha. Diese Zeit sollte so etwas wie die Initialzündung sein für das Jahr, für ihr großes Ziel, die Leichtathletik-WM in London. Doch dort wurde sie mit einem Hindernis aus Fleisch und Blut konfrontiert, das sie nicht in gewohnter Eleganz überfliegen konnte. Die Kenianerin Beatrice Chepkoech stürzte und brachte auch sie zu Fall. Eine Aufholjagd auf Rang neun brachte ihr den Applaus des Londoner Publikums ein. Ihre Reaktionen nach dem Rennen jedoch machten sie zu einem der Stars der WM. Zum Darling des Scheiterns.

Noch in der Nacht, in der sie wegen ihrer Enttäuschung nicht schlafen konnte, stellte sie beim Blick auf ihr Handy erschrocken fest, was sie bewirkt hatte. Wieder schossen ihr Tränen in die Augen, nur diesmal schmeckten sie nicht bitter. Tausende von Kommentaren in den sozialen Netzwerken lobten ihren Kampfgeist und ihr sportliches Verhalten....

Lesen Sie hier weiter!