Was ist dran am Gerücht, dass Apple alte iPhones absichtlich langsamer macht?

Macht die neue Software beim iPhone 8 ältere Geräte tatsächlich langsamer?

Mit dem Verkaufsstart des neuen iPhone 8 gehen sie wieder los: Die Spekulationen darüber, ob der Technik-Riese Apple ältere Modelle ab diesem Zeitpunkt absichtlich ausbremst, um die Kunden zu einem Neukauf zu drängen. Das Benchmark-Unternehmen Futuremark ist dieser Mutmaßung auf den Grund gegangen.

Als Testobjekte haben sich die Experten von Futuremark die iPhones 5s, 6, 6s und 7 der letzten vier Jahre ausgesucht und auf den Geräten verschiedene iOS-Versionen von iOS 9 bis iOS 11 installiert. Schon vorneweg kann man sagen: Die oft in der Apple-Community geäußerte Vermutung, dass alte iPhones absichtlich langsamer gemacht werden, ist tatsächlich nur ein Gerücht.

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In Wahrheit hat sich dabei sogar herausgestellt, dass iOS 11 beim iPhone 6, iPhone 6s und iPhone 7 die Grafik-Leistung sogar einen Tick verbessert. Beim mittlerweile vier Jahre alten iPhone 5 bleiben die Werte in den Testläufen unauffällig, lediglich bei der Prozessorgeschwindigkeit gab es bei den Modellen einen leichten Abfall. Der allerdings so gering ausfiel, dass er beim normalen Alltagsgebrauch wohl niemandem auffallen würde.

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Unbestritten ist aber, dass neue Funktionen wie VR-Anwendungen oder Fitness-Tracker eventuell mehr Systemressourcen benötigen und damit auch einen Einfluss auf die Gesamtleistung der Geräte haben. Zu dieser Tatsache gesellt sich laut Futuremark oft noch ein psychologischer Effekt: In dem Wissen, dass ein neueres und schnelleres Gerät auf dem Markt ist, erscheint einem das eigene Modell auf einen Schlag oft langsamer.

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