Ist das noch jugendfrei? Katholische Schule muss Heiligenstatue abdecken

Die Schüler einer australischen Schule haben eine neu errichtete Statue bisher nicht zu Gesicht bekommen. (Symbolbild: ddp Images)

Was hat sich der Bildhauer dabei bloß gedacht? Eine neue Statue sollte den Hof einer katholischen Schule schmücken, doch das Abbild eines Heiligen sorgte aufgrund einer fragwürdigen Pose für Aufsehen.

Die Statue, die den Heiligen Martin von Porres darstellt, wurde ganz neu in der Blackfriars Priory School im australischen Adelaide errichtet. Das Steinbildnis soll eigentlich den Heiligen darstellen, der einen Laib Brot in der Hand hält, daneben lächelt ein Kind und hält seine Hand auf – doch dieses Motiv wird von vielen völlig anders interpretiert.


Man bestellte die Statue und ließ den Künstler walten, ohne das fertige Werk vor der Ausstellung im Schulhof noch einmal zu begutachten – ein großer Fehler, wie die Schulleitung nun öffentlich eingestehen musste. „Das zweidimensionale Konzept der Statue wurde im Mai von der Schule begutachtet und genehmigt, aber bei der Ankunft der dreidimensionalen Statue entschied man, dass sie zu zweideutig ist“, so der Schuldirektor Simon Cobiac in einem entschuldigenden Social-Media-Beitrag auf Facebook.

Die Statue war in Vietnam von einem örtlichen Bildhauer gefertigt worden. Kurz nach ihrem Eintreffen wurde sie mit schwarzer Folie bedeckt, um weder Kinder noch Eltern mit ihrem Anblick zu irritieren.

Ein Bildhauer aus der Gegend von Adelaide soll sich nun der misslungenen Statue annehmen und sie in ein jugendfreies Werk umwandeln. Der Geistliche Martin von Porres war Peruaner und lebte von 1579 bis 1639. Er gilt als heiliger Schutzpatron des Pflegepersonals und steht für soziale Gerechtigkeit. Dass ausgerechnet eine katholische Schule seinem Ruf so schädigt, sorgt im Netz für reichlich Spott.