Israel warnt vor weiterem Lockdown: Neue Delta-Mutation beunruhigt Corona-Forscher

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Eine Person wird auf das Coronavirus getestet
Eine Person wird auf das Coronavirus getestet

Die neue Mutation der Delta-Variante, AY.3, breitet sich in den USA, Großbritannien und Israel aus. Die Infektionszahlen sind gering, aber die Sorge bei Corona-Wissenschaftler steigt. Denn die analysierten Daten würden eine gestiegen Ansteckungsgefahr andeuten, wie der Spiegel berichtet.

Christina Pagel, Professorin am University College London, schrieb auf Twitter: "Das sind definitiv die ersten klaren Zeichen einer potenziell besorgniserregenden Variante seit einer Weile."

"Diese Variante könnte ein Wendepunkt sei"

In Missouri und Mississippi ist die neue Mutation bereits an 43 und 45 Prozent der Infektionen beteiligt, wie die US-Seuchenschutzbehörde ermittelt hat. Währenddessen teilte das israelische Gesundheitsministerium mit, dass die neue Virus-Art im Land ist und wahrscheinlich aus den USA gekommen ist. "Es sieht sehr, sehr virulent aus, was die Infektionsrate angeht, und es sieht so aus, als ob sie eine relative Resistenz gegen den Impfstoff entwickelt", sagte Asher Shalmon, Leiter des Referats für Internationale Beziehungen, vor einem Ausschuss des Parlaments. "Diese Variante könnte ein Wendepunkt sein und uns in die Abriegelung treiben, die wir so sehr zu vermeiden versuchen", sagte Shalmon der israelischen Zeitung "Haaretz".

Auch der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach schrieb auf Twitter, die neue Variante scheine "noch ansteckender als die Delta-Variante zu sein". Das erinnere daran, "wie wichtig der schnelle Impferfolg ist. Es wird auf jeden Fall noch gefährlichere Varianten als Delta geben."

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