Israel schickt vorerst doch keine Flüchtlinge aus Afrika nach Europa

Israel hat die Vereinbarung zur Umsiedlung der Flüchtlinge aus Afrika suspendiert. Mehrere europäische Staaten - darunter Italien und das Innenministerium in Deutschland - hatten erklärt, Israel habe sie nicht über das Flüchtlingsabkommen mit dem UNHCR informiert.

Zuvor hatte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu angekündigt, er habe sich mit dem UNHCR auf die Umsiedlung von mehr als 12.000 Flüchtlingen vor allem aus Eritrea und dem Sudan in westliche Staaten geeinigt. Die verbleibenden Flüchtlinge aus Afrika sollten in Israel einen Schutzstatus bekommen.

Israel war in die Kritik geraten, weil es eigentlich tausende Flüchtlinge aus Afrika in ihre Heimatländer oder in Drittstaaten zurückschicken wollte. 

Immer wieder hatten die Geflüchteten, die Israel als illegale Einwanderer ansieht, gegen ihre Abschiebung protestiert, einige waren auch in Hungerstreik getreten.