Israel und Palästinenser unterzeichnen Abkommen zur Stromversorgung

Der israelische Energieminister Yuval Steinitz hat am Montag mit dem palästinensischen Regierungschef Rami Hamdallah ein Abkommen über die Versorgung des Westjordanlands mit Strom geschlossen

Der israelische Energieminister Yuval Steinitz hat am Montag mit dem palästinensischen Regierungschef Rami Hamdallah ein Abkommen über die Versorgung des Westjordanlands mit Strom geschlossen. Die Unterzeichnungszeremonie fand in Al-Dschalamah im Norden des Palästinensergebietes statt. Es ist ausgesprochen selten, dass sich israelische Minister ins besetzte Westjordanland begeben.

Die Vereinbarung zwischen der palästinensischen Autonomiebehörde und der israelischen Regierung sieht zusätzliche Stromlieferungen für das Westjordanland und palästinensische Zahlungsgarantien vor. "Natürlich hoffen wir auf die Vollendung von Frieden und Sicherheit", sagte Steinitz. Zunächst sei es aber auch "wichtig, die Infrastruktur zu verbessern".

Hamdallah kündigte den Bau eines 450-Megawatt-Kraftwerks in Dschenin an, das ab 2020 Strom liefern solle. "Wir wollen nicht dauerhaft von Israel abhängig sein", sagte der palästinensische Regierungschef.

Die größten Probleme mit der Stromversorgung gibt es in den Palästinensergebieten nicht im Westjordanland, sondern im Gazastreifen. Die von der fundamentalistischen Hamas beherrschte Regierung im Gazastreifen kann derzeit nur den Strombezug für etwa zwei Stunden am Tag gewährleisten. Viele Haushalte betreiben daher Generatoren.