Israel greift Stellungen der Hamas im Gazastreifen an

Islamischer Dschihad trainiert im südlichen Gazastreifen

Israelische Panzer haben am Mittwoch nach Armeeangaben zwei Beobachterposten der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen angegriffen. Der Angriff erfolgte demnach als Reaktion auf ein Feuer, das zwei Verdächtige nahe der Grenzanlage auf der Höhe des ehemaligen Grenzübergangs Karni entzündeten.

Ungeachtet einer seit dem Krieg zwischen Israel und der Hamas 2014 ausgerufenen Waffenruhe liefern sich beide Seiten immer wieder militärische Auseinandersetzungen. Israel macht die Hamas für Raketenbeschuss auf israelisches Gebiet verantwortlich und reagiert systematisch mit Vergeltungsangriffen.

Für Freitag sind im Gazastreifen Massenproteste geplant. Die Bewohner in der von der Hamas beherrschten Palästinenserenklave sind aufgerufen, sich an einem Marsch zur israelischen Grenze zu beteiligen.

Anlass für den Protest ist der sogenannte Tag des Bodens. Mit ihm erinnern Palästinenser und arabische Israelis alljährlich an den 30. März 1976. Damals hatten israelische Sicherheitskräfte Proteste von arabischen Bauern gegen die Enteignung ihres Landes im Norden Israels gewaltsam niedergeschlagen. Dabei wurden sechs arabische Israelis erschossen.

Für Spannungen sorgt auch die für Mai geplante Einweihung der US-Botschaft in Jerusalem. Die Palästinenser betrachten den Ostteil der Stadt als Hauptstadt ihres angestrebten eigenen Staates und sind deshalb über die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump aufgebracht, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen.