Israel beginnt mit Auffrischungsimpfungen für Bürger ab 40 Jahren

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Israels Regierungschef Bennett erhält seine dritte Corona-Impfdosis

Israel hat am Freitag mit Corona-Auffrischungsimpfungen für seine Bürger ab 40 Jahren begonnen. Ministerpräsident Naftali Bennett ließ sich im Meir-Krankenhaus der Stadt Kfar Saba eine dritte Dosis spritzen, nach Angaben war er damit der erste Regierungschef weltweit. Der 49-Jährige rief alle betroffenen Israelis dazu auf, "dieses einzigartige Privileg" zu nutzen und sich ein drittes Mal impfen zu lassen.

Die Infektionen in Israel sind in den letzten Wochen sprunghaft angestiegen, und die Befürchtungen wachsen, dass es zu einem neuerlichen Lockdown kommen wird. Bennett betonte, Auffrischungsimpfungen könnten einen vierten Lockdown verhindern.

Israel war weltweit eines der ersten Länder, das Mitte Dezember eine große Impfkampagne gegen Covid-19 startete. Infolge der Impfkampagne sanken die Corona-Neuinfektionen stark. Durch die Deltavariante stiegen diese jedoch in den vergangenen Wochen wieder an, sowohl bei Ungeimpften als auch bei Menschen, deren Impfungen bereits Monate zurück liegen.

Daraufhin begann das Land zunächst, Menschen mit schwachem Immunsystem Auffrischungsimpfungen anzubieten, dann allen Menschen ab 60 Jahren und seit vergangenem Freitag allen Menschen ab 50 Jahren. Eine Woche später wurde die Altersgrenze nun erneut gesenkt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte wiederholt Länder kritisiert, die ihren Einwohnern eine dritte Impfdosis anbieten, während in weiten Teilen der Welt die Menschen noch auf ihre erste Impfung warteten. Bennett verteidigte am Freitag erneut die Strategie seiner Regierung.

Israel leiste mit den Auffrischungsimpfungen "Pionierarbeit", sagte er. Das dabei gewonnene Wissen werde umgehend "mit der ganzen Welt geteilt". Er freue sich, dass andere Länder dem Beispiel folgten, "denn letztendlich ist dies ein globaler Krieg gegen Covid-19, und wir müssen ihn gewinnen", fügte er hinzu.

ans/fwe

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