Island lässt nun auch Geimpfte aus Nicht-Schengen-Staaten einreisen

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REYKJAVIK (dpa-AFX) - Das in Sachen Corona gut dastehende Island lässt nun auch Reisende von außerhalb der Schengenzone test- und quarantänefrei ins Land, wenn sie gegen Covid-19 geimpft worden oder von einer Erkrankung genesen sind. Die Ausnahmen, die bislang nur für Deutschland und die anderen Staaten der EU und des weiteren Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) galten, werden zum Donnerstag auf vollständig Geimpfte aus Nicht-Schengen-Staaten ausgeweitet, darunter auch Großbritannien und die USA. Die Reisenden müssen aber mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff immunisiert worden sein. Die Ausnahme gilt nach Regierungsangaben auch für diejenigen, die nachweisen können, dass sie eine Corona-Infektion bereits hinter sich haben.

"Die Welt ist in den vergangenen zwölf Monaten durch eine Menge gegangen, und wir hoffen alle auf eine langsame und sichere Rückkehr zur Normalität", erklärte Islands Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir in einer Regierungsmitteilung. "Dies schließt auch die Wiederaufnahme der Möglichkeit zum Reisen ein, die wertvoll für Kultur, Handel und Unternehmen ist."

Island ist stark vom Tourismus abhängig, die Zahl ausländischer Gäste ist 2020 im Zuge der Corona-Krise jedoch um mehr als drei Viertel eingebrochen. Die USA und Großbritannien sind vor China und Deutschland zuvor die Länder gewesen, aus denen mit Abstand die meisten Island-Touristen auf die Nordatlantik-Insel gereist sind.

Das kleine Land mit seinen 360 000 Einwohnern hat im europäischen Vergleich auf die Bevölkerung gerechnet die mit Abstand niedrigsten Neuinfektionszahlen aller EWR-Länder. Damit das auch so bleibt, sind strikte Einreiseregeln erlassen worden: Seit Mitte Februar muss man vor der Abreise auf die Insel einen negativen PCR-Test vorweisen. Zusätzlich ist ein weiterer PCR-Test bei Ankunft mit anschließender fünftägiger Quarantäne und einem erneuten Test vorgeschrieben.