Island friert diplomatische Beziehungen mit Russland ein

Von den "Hu! Hu! Hu!"-Rufen wird man wohl ein paar weniger hören bei der Weltmeisterschaft in Russland. Island ist zwar zum ersten Mal bei einer WM dabei. Die Ehrenplätze für die Politiker werden aber wohl leer bleiben.

Wegen des Anschlags auf den russischen Ex-Agenten Skripal in England hat das kleine Land im hohen Norden Europas einen diplomatischen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland verhängt.

Das Außenministerium erklärte, zu den von Island ergriffenen Maßnahmen zähle der vorläufige Aufschub des gesamten bilateralen Dialogs auf hoher Ebene mit russischen Behörden. Russland müsse eine glaubhafte Erklärung liefern, wie es dazu gekommen sei, dass Nervengift gegen Zivilisten in Großbritannien eingesetzt worden sei.