Islam-Debatte: Kinder aus Bayern senden Videobotschaft an Seehofer

Susanne Klaiber
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Islam-Debatte: Kinder aus Bayern senden Videobotschaft an Seehofer

* Ein Imam aus Bayern haben eine ungewohnliche Antwort auf Seehofers Islam-Debatte gegeben
  • Ein Imam aus Bayern haben eine ungewöhnliche Antwort auf Seehofers Islam-Debatte gegeben
  • Und damit auch versucht, verunsicherten muslimischen Kindern wieder Mut zu machen

Was macht ein bayerischer Imam, der muslimischen Kindern den (Anti-)Islam-Kurs der mächtigsten Partei im Freistaat erklären soll?

Wie erklärt er Kindern, die hier geboren sind, dass Bayerns ehemaliger Ministerpräsident und jetziger Bundesinnenmnister Horst Seehofer (CSU) sagt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, Muslime aber schon?

Wie reagiert er, wenn ein ganzes Land über diese Frage weniger diskutiert als polemisiert?

Eine im besten Sinn offensive Antwort

Der Penzberger Islam-Theologe und Imam Benjamin Idriz, der in der Münchner Gegend für den interreligiösen Dialog bekannt ist, hat sich für eine ebenso ungewöhnliche wie im besten Sinn offensive Antwort entschieden:

Er hat mit seinen Religionsschülern in der Moschee darüber diskutiert und sie eine Antwort an die Politik auf Video aufnehmen lassen. 

“Viele der Kinder sind in der Bundesrepublik geboren, identifizieren sich also sowohl mit der Islam als auch mit Deutschland”, sagt Idriz der HuffPost. Die Diskussion darüber sei entsprechend lebhaft verlaufen. Auch deswegen, weil sich viele getroffen fühlten.

“Die Kinder haben das Gefühl, dass da jemand ihre Religion und sie als Menschen nicht anerkennt, ja sogar hasst.”

Politische Taktik

Er habe den Kindern erklärt, dass solche politischen Äußerungen nicht bedeuteten, dass man sie nun persönlich ablehne. Und dass nicht alle Politiker und Menschen so denken wie Seehofer.

“Ich habe ihnen gesagt, dass sie Geduld haben müssen und sie gefragt, ob sie bereit wären, eine persönliche Botschaft zu senden.”

Und: Ja, die Kinder waren bereit:

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