IS reklamiert Angriff auf Universitätsgelände in Kabul für sich

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Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Angriff auf das Gelände der Universität von Kabul mit mindestens 22 Toten für sich reklamiert.

Polizisten vor dem Eingang der Universität in Kabul. (Bild: AFP)
Polizisten vor dem Eingang der Universität in Kabul. (Bild: AFP)

Zwei IS-Kämpfer hätten den Campus während einer Abschlussfeier gestürmt, erklärte die Gruppe in einer über das Internet verbreiteten Nachricht des IS-Sprachrohrs Amak am Montag. Bei der Veranstaltung sei der Abschluss einer Ausbildung gefeiert worden, an der unter anderem mehrere Richter teilgenommen hätten. Der IS sprach in der Nachricht von 80 Todesopfern und Verletzten.

Mindestens 22 Tote und 22 Verletzte

Nach offiziellen Angaben waren bei dem Angriff mindestens 22 Menschen getötet worden, darunter auch die Angreifer. Anders als der IS sprach das afghanische Innenministerium von drei Tätern. Mindestens 22 weitere Menschen wurden demnach verletzt. Dem Innenministerium zufolge hatten die Bewaffneten das Areal gestürmt und sich sechs Stunden lang ein Feuergefecht mit afghanischen Eliteeinheiten geliefert. Dann wurden sie von den Sicherheitskräften getötet.

UN-Generalsekretär António Guterres hat den tödlichen Angriff auf das Gelände der Universität von Kabul scharf verurteilt. Die Attacke sei "schrecklich" und auch ein Angriff auf das Menschenrecht auf Bildung, sagte Guterres laut Mitteilung am Montag in New York. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

UN-Chef spricht Familien der Opfer sein Beileid aus

Den Familien der Opfer sprach der UN-Chef sein Beileid aus und wünschte den Verletzten eine rasche Genesung. Die Vereinten Nationen stünden an der Seite des afghanischen Volkes und seiner Regierung, um sie bei ihrem lange gehegten Streben nach Frieden zu unterstützen.

Bei dem Angriff waren mindestens 22 Menschen getötet worden, darunter auch die drei Angreifer. Mindestens 22 weitere Menschen wurden verletzt, wie das afghanische Innenministerium am Montag mitteilte. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Attacke für sich.