Der IS-Chef soll tot sein — ein Terror-Experte erklärt, warum die Gefahr dadurch noch steigt

Annette Dönisch
Abu Bakr al Baghdadi IS Terror

Der IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi soll im Mai bei einem russischen Luftschlag getötet worden sein. Dies berichtete das russische Ministerium für Verteidigung vergangene Woche. Al-Baghdadi hatte sich 2014 zum Kalifen ausrufen lassen und steht seitdem an höchster Stelle der Terrororganisation.

Noch ist unklar, ob der IS-Chef wirklich tot ist. Beweise dafür gibt es nicht. Doch was würde es bedeuten, wenn der IS seinen obersten Führer verliert? Der Business Insider hat mit dem Vorsitzenden des Netzwerks Terrorismusforschung Stephan Humer gesprochen. 

„Es wäre nicht entscheidend, wenn Abu Bakr al-Baghdadi tot wäre“, sagt Humer. „Der IS geht sehr strategisch vor und hat eingeplant, dass al-Baghdadi etwas zustoßen kann.“

Im Gegensatz zu al-Qaida ist der IS dezentraler organisiert. Bei al-Qaida stand Osama bin Laden im Fokus. Er war eine Symbolfigur. „Der IS will mehr als Label gesehen werden“, sagt Humer. Er mache sich weniger abhängig von einzelnen Personen. Dadurch ist er weniger angreifbar. 

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