Irrsinn des Jahres: Transfers von Neymar und Co.

SID
Irrsinn des Jahres: Transfers von Neymar und Co.

In der Fußball-Historie wird der Transfer-Sommer 2017 ein besonderes Kapitel füllen. Erst kaufte Paris St. Germain für die Rekordablöse von 222 Millionen Euro den brasilianischen Superstar Neymar vom FC Barcelona, wenig später sicherte sich der Klub der katarischen Investorengruppe QSI auch die Dienste von Frankreichs neuem Stern Kylian Mbappe, für den 180 Millionen Euro an den Ligarivalen AS Monaco überwiesen wurden.
Barcelona zahlte in der Not dann mal eben über 100 Millionen Euro für das französische Talent Ousmane Dembele an Borussia Dortmund. Den DFB-Pokalsieger hatte der 20-Jährige, der bislang noch nicht nachhaltig seine Klasse nachgewiesen hat, tagelang an der Nase herumgeführt und seinen vorzeitigen Wechsel unter anderem mit einem Trainigsstreik erstritten.
Kein Wunder, dass der FC Barcelona in den neuen Vertrag für den argentinischen Ausnahmeprofi Lionel Messi eine Ausstiegsklausel in Höhe von 700 Millionen Euro festsetzte. Die soll verhindern, dass sich irgendein Scheich den fünfmaligen Weltfußballer als Luxusspielzeug leistet. Wer allerdings glaubt, dass der Fall Neymar unter dem Deckmantel des Financial Fairplay das Ende der Fahnenstange im Transferwahnsinn darstellt, der wird sicher bald eines Besseren belehrt.