Irritationen: Kerber darf erneut nicht auf Centre Court

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Auch am sechsten Tag herrschte wieder reger Betrieb in Wimbledon. SPORT1 zeigt die besten Bilder vom berühmtesten Tennis-Turnier der Welt

Überzeugend waren Angelique Kerbers bisherige Auftritte in Wimbledon nicht – zumindest aber für reichlich Spannung haben ihre Partien gesorgt.

Dennoch sehen die Wimbledon-Organisatoren darin offenbar keinen Grund, die Nummer 1 der Welt auch auf dem Centre Court spielen zu lassen - wie es in der Vergangenheit häufig der Fall war.

Am Samstagabend wurde der Spielplan für das Achtelfinale veröffentlicht und Kerber muss gegen die Spanierin Garbine Mugurza zum zweiten Mal in Folge auf Court 2 antreten.

Dort passen nur 4.000 Zuschauer auf die Anlage, während auf dem Centre Court 15.000 Zuschauer und auf Court 1 über 11.000 Zuschauer Platz finden.


Kerber darf Damen-Konkurrenz eröffnen

Dabei hatte Kerber in Runde eins noch stellvertretend für die schwangere Serena Willams auf dem Centre Court die Damen-Konkurrenz offiziell eröffnen dürfen, in Runde zwei durfte sie immerhin noch auf Court 1 ran.

Für manchen Beobachter kommt die Versetzung einem Affront gleich: Aber ist es das wirklich?    

Nachdem ihr in Runde drei unter anderem Caroline Wozniacki, Agnieszka Radwanska und Dominic Thiem auf den großen Courts vorgezogen worden waren, wurde Kerber auf der Pressekonferenz nach dem Sieg gegen die ungesetzte Shelby Rogers darauf angesprochen - und gab sich entspannt.

"Ach, mir ist es letztlich egal, auf welchem Platz ich spiele. Die Atmosphäre war doch super, wir hatten ein volles Haus", reagierte Kerber unaufgeregt.

Zu diesem Zeitpunkt wusste die letztjährige Wimbledon-Finalistin allerdings noch nicht, dass sie auch im Achtelfinale auf Court 2 angesetzt wird - so dass der Spielplan zumindest irritierend anmutet.


Williams und Konta statt Kerber

Diesmal zogen die Organisatoren neben den Partien von Andy Murray und Roger Federer das Match der an Nummer 27 gesetzten Ana Konjuh gegen Venus Williams vor. Mit fünf Wimbledon-Titeln im Einzel hat Williams allerdings auch Ergebnisse vorzuweisen, die einen Centre-Court-Auftritt rechtfertigen.

Auf Court 1 fiel die Wahl auf Lokalmatadorin Jo Konta sowie die Duelle von Rafael Nadal und Novak Djokovic.

Da am Montag alle Achtelfinal-Partien der Herren und Damen ausgetragen werden, haben es die Kracherpartie zwischen Viktoria Asarenka und Simona Halep sowie das Topduell zwischen Milos Raonic und Deutschlands Hoffnungsträger Alexander Zverev ebenfalls nur auf Court 2 geschafft.

Sollte Kerber sich aber gegen Muguruza durchsetzen und ihr im Viertelfinale zum vierten Mal in Folge der Centre Court verwehrt werden, wäre die Entscheidung der Wimbledon-Organisatoren doch in Frage zu stellen.