Sexistischer Rabatt in China: Je größer die Brüste, desto kleiner die Rechnung

Irrer Rabatt in China: Je größer die Brüste, desto kleiner die Rechnung

Das Angebot eines chinesischen Restaurants dürfte ganz sicher in die Kategorie "Sexistisch" fallen: Frauen, die große Brüste haben, wird ein Rabatt versprochen, berichtet die "Qianjiang Evening Post".

Das "Trendy Shrimp" in einer Einkaufsmeile in Hangzhou schreibt auf einer großen Anzeigetafel, dass die ganze Stadt nach Brüsten schaut. Sieben Cartoon-Frauen mit kleinem und großem Vorbau verdeutlichen die Worte visuell. Daneben steht eine Rabattkarte, die weiblichen Kunden einen höheren Preisnachlass verspricht, wenn sie größere Brüste haben. Frauen mit einem A-Cup bekommen fünf Prozent, wer dagegen ein G-Körbchen trägt, darf sich über satte 65 Prozent Rabatt freuen.

Die Körbchengröße beeinflusst die Rechnung? Das ist Frauen gegenüber vulgär, sexistisch und diskriminierend, schimpfen Kritiker. Die Kundschaft hingegen scheint begeistert: Die Zahl der Kunden sei um 20 Prozent gestiegen, sagt Geschäftsführer Lan Shenggang der Zeitung. "Einige der Mädchen waren sehr stolz – niemand musste etwas verstecken", so der Mann über den Coup. Er betont, damit niemand peinlich berührt sein muss, kontrollieren nur weibliche Servicekräfte die Frauen, die einen Rabatt in Anspruch nehmen wollen. Mittlerweile ergab sich das Restaurant dem öffentlichen Druck allerdings und zog das Angebot samt Werbetafel zurück.

Außergewöhnliche Werbemaßnahmen sind in China keine Seltenheit. In Chongqing gab ein Restaurant mal übergewichtigen Frauen und Männern einen Preisnachlass und in Henan mussten Kunden weniger zahlen, wenn sie hübsch waren.