Nach irrer Aufholjagd: Garcia zieht ins Halbfinale ein

Caroline Garcia kann auf das Halbfinale bei den WTA-Finals hoffen

Simona Halep hat das Halbfinale des WTA-Saisonfinals verpasst - dafür steht überraschend Turnierdebütantin Caroline Garcia in der Vorschlussrunde von Singapur.

Die Rumänin Halep unterlag im abschließenden Match der Roten Gruppe der bereits ausgeschiedenen Jelena Switolina (Ukraine/Nr. 4) mit 3:6, 4:6 und zeigte in einer wichtigen Partie erneut Nerven.

Garcia gewinnt nach Aufholjagd

Die Französin Garcia, die unmittelbar zuvor die bereits für das Halbfinale qualifizierte Caroline Woznicki (Dänemark/Nr. 6) 0:6, 6:3, 7:5 bezwungen hatte, war Nutznießerin der zweiten Halep-Niederlage des Turniers.

Die als letzte Spielerin ins Starterfeld gerutschte Garcia (Nr. 8) trifft nun als Gruppensiegerin am Samstag auf Altmeisterin Venus Williams (USA/Nr. 5). Wozniacki bekommt es mit Karolina Pliskova (Nr. 2), Gewinnerin der Weißen Gruppe, zu tun. Die tschechische US-Open-Finalistin von 2016 kann im Fall eines Turniererfolgs in Singapur Halep von der Spitze der Weltrangliste verdrängen.


Halep hätte einen Sieg gegen Switolina gebraucht, um den Sprung ins Semifinale zu schaffen. Doch wie bereits im Endspiel der French Open verkrampfte die 26-Jährige. Schnell lag Halep mit 0:3 zurück und konnte sich gegen Switolina im ersten Satz keinen Breakpunkt erarbeiten. Auch eine 2:0-Führung im zweiten Durchgang brachte Halep nicht mehr auf die Siegerstraße.

Wozniacki legt Blitzstart hin

Wozniacki indes schien bereits auf dem besten Weg zu einem einmaligen Durchmarsch zu sein. Nach den Demonstrationen ihrer Klasse gegen Switolina (6:2, 6:0) und Halep (6:0, 6:2) holte sie sich auch gegen Garcia den ersten Satz problemlos. Eine strittige Entscheidung der Schiedsrichterin brachte Wozniacki jedoch aus dem Konzept, im dritten Satz verspielte sie eine 3:1-Führung.

Ihre vierte Halbfinalteilnahme bei ihrem fünften Saisonfinale stand jedoch bereits vor dem Match gegen Garcia fest. 2010 war Wozniacki in Doha/Katar erst im Finale gescheitert. In diesem Jahr verlor die frühere Nummer eins zunächst sechs Endspiele auf der WTA-Tour, ehe sie Ende September in Tokio den insgesamt 26. Titel ihrer Karriere feierte.