"Irma" in der Karibik: Diesen Horror erlebte eine deutsche Familie

Eine deutsche Familie wollte mit dem Flugzeug vor Hurrikan Irma fliehen – die Airline wünschte ihnen “Viel Glück”. (Bild: AFP)

Als klar war, dass der Hurrikan „Irma“ die Bahamas treffen würde, wollte die Familie Ohrmann aus Berlin nur noch weg. Ihre Airline aber half den Urlaubern nicht weiter. So haben sie den Heimweg doch noch geschafft!

In der Tageszeitung „Welt“ schildert Dietmar Ohrmann, wie dramatisch der Urlaub seiner Familie auf der Karibikinsel Providenciales zu Ende ging: „Wir wollten Donnerstagnachmittag abfliegen nach Atlanta, von dort nach Hause. Am Dienstag war klar, dass der Hurrikan mit Stärke 5 über die Inseln ziehen würde. Ich musste unseren Töchtern, 14 und 11, versprechen, das wir nicht sterben und dort lebend rauskommen.“

Die Fluggesellschaft ließ die Familie im Stich

In allen Nachrichten seien die Menschen aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. Auf dem Flughafen von Providenciales sollte der Luftverkehr noch bis Mittwoch um 18 Uhr aufrechterhalten werden, danach waren keine Flüge mehr möglich.

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Also versuchte der Familienvater, seinen Flug um einen Tag vorzuverlegen. Und bekam von seiner Fluggesellschaft Delta Airlines folgende Antwort: “Wir können nichts tun, wir wünschen Ihnen viel Glück.“

Vor Ort waren keine Tickets zu kriegen

Wegen der ständig abbrechenden Internet-Verbindung war auch keine neue Online-Buchung möglich. Gerüchten zufolge gab es am Flughafen selbst aber noch Tickets. Also hetzten die Ohrmanns wie viele andere Verzweifelte dorthin – Tickets aber bekamen sie nicht. So etwas wie ein Katastrophenmanagement habe es auf der ganzen Insel nicht gegeben, schreibt der Finanzberater. Hätte die Familie bleiben müssen, hätten sie nicht einmal in einem Hotel Unterschlupf gefunden.

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Ein Freund konnte doch noch helfen

Letztendlich schaffte es ein befreundeter Reisebüroleiter, der Familie doch noch Flugscheine in getrennten Flügen nach Miami zu besorgen. Dort ergatterten sie einen der letzten Mietwagen, um nach Atlanta zu fahren und von dort aus den Flug nach Deutschland anzutreten. Mittlerweile ist die Familie gesund wieder in Berlin gelandet.