Irland zieht Kandidatur für Posten des EZB-Vize-Präsidenten zurück

Der frühere spanische Finanzminister Luis de Guindos wird die neue Nummer zwei bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Staats- und Regierungschefs der EU stimmten am Donnerstag bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel der Ernennung zu

Die irische Regierung hat die Kandidatur ihres Notenbankchefs für den Posten des Vize-Präsidenten bei der Europäischen Zentralbank (EZB) zurückgezogen. Der irische Finanzminister Paschal Donohoe kündigte an, er werde den Präsidenten der irischen Zentralbank, Philip Lane, nicht mehr beim Treffen der Euro-Finanzminister am Montag in Brüssel vorschlagen. Damit gibt es nur noch die Kandidatur des spanischen Finanzministers Luis de Guindos für den wichtigen Posten.

Der irische Zentralbanker Lane hatte vergangene Woche starke Unterstützung aus dem Europaparlament bekommen. Finanzminister Donohoe begründete die Rücknahme der Kandidatur nun damit, dass diese wichtige Entscheidung "im Konsens" getroffen werden sollte.

Bei dem Posten geht es um die die Nachfolge des Portugiesen Vitor Constancio, dessen Mandat im Mai endet. Die Euro-Finanzminister sollten sich am Montag für einen Kandidaten aussprechen. Deutschland hat sich bisher offiziell nicht festgelegt. Entscheiden müssen über die Personalie letztlich die EU-Staats- und Regierungschefs im März.

Über die Nachfolge für EZB-Chef Mario Draghi muss im kommenden Jahr entschieden werden. Sein Mandat endet am 31. Oktober 2019.