Irischer Baustoffproduzent CRH wagt trotz Corona wieder Gewinnprognose für 2020

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DUBLIN (dpa-AFX) - Trotz der Belastungen durch die Corona-Krise wagt der irische Baustoffproduzent CRH <IE0001827041> wieder eine Gewinnprognose und rechnet für 2020 mit Zuwächsen. Demnach soll das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Gesamtjahr über 4,4 Milliarden US-Dollar (3,71 Mrd. Euro) liegen, teilte der Konzern am Dienstag in Dublin mit. Das wäre auf vergleichbarer Basis mehr als die 2019 erzielten rund 4,2 Milliarden Dollar. Auch beim Vorsteuerergebnis erwartet das Management eine Steigerung. Die Aktien legten am Vormittag in Londn um mehr als eineinhalb Prozent zu.

Trotzdem äußerte sich Konzernchef Albert Manifold vorsichtig: Der Ausblick auf das Geschäft bleibe unsicher. Das Unternehmen sei jedoch zuversichtlich, auf die Herausforderungen in den nächsten Monaten gut vorbereitet zu sein.

Nach den ersten neun Monaten fiel der Umsatz auf vergleichbarer Basis den Angaben zufolge im Jahresvergleich um 3 Prozent auf 20,6 Milliarden Dollar.

Mit Blick auf das dritte Quartal verzeichnete dabei das Materials-Geschäft rund um Zement, Asphalt und bestimmte Baudienstleistungen in Nord- und Südamerika sowie in Europa Rückgänge. Neben Beschränkungen wegen der Pandemie verwies das Unternehmen mit Blick auf Amerika auf ungünstiges Wetter und hohe Vorjahreswerte. Im Verlauf des dritten Quartals habe indes eine Erholung in Europa eingesetzt, hieß es. Gut lief es derweil in der Sparte Building Products, die von der Nachfrage im Zusammenhang mit Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten untere anderem an Häusern profitierte.

Trotz des Erlösrückgangs stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von Januar bis September relativ zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Der Zuwachs im dritten Quartal fiel hierbei etwas stärker aus als zum Halbjahr. Bereits zur Jahresmitte hatte CRH auf die Corona-Krise mit Sparmaßnahmen reagiert, um die Marge trotz Umsatzrückgang zu verbessern. Die Anstrengungen zur Kostensenkung behalte man bei, hieß es nun.