Irans Präsident hofft auf 'Renaissance' des Atomabkommens

·Lesedauer: 1 Min.

TEHERAN (dpa-AFX) - Irans Präsident Hassan Ruhani hofft bei den Verhandlungen in Wien auf eine Wiederbelebung des Atomabkommens. "Erneut sind alle Parteien zu dem Ergebnis gekommen, dass es keinen bessere Alternative gibt", sagte Ruhani einer Mitteilung des Präsidialamts am Mittwoch zufolge. "Somit können wir auf eine Renaissance des Wiener Atomabkommens hoffen", so Ruhani. Man wolle die Ergebnisse der Gespräche in Wien abwarten, hieß es in der Mitteilung weiter. "Die USA sagen, dass sie zum Abkommen zurück wollen ... schön, dann schauen wir mal, wie ernst sie das meinen."

Am Dienstag waren in Wien Verhandlungen zur Wiederbelebung des Atomabkommens mit dem Iran wieder aufgenommen wurden. Auch eine US-Delegation war angereist, auch wenn sie zumindest vorerst nicht am Verhandlungstisch mit dem Iran sitzt. Erst eine Rückkehr der USA zu dem Abkommen mit der Aufhebung der US-Sanktionen sowie ein neuerliches Einhalten aller Auflagen durch den Iran würde den Deal wieder wirksam machen.

Das 2015 geschlossene Abkommen sollte den Iran von der Entwicklung von Atomwaffen abhalten, im Gegenzug sollten Sanktionen wegfallen. Die in Aussicht gestellte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Iran kam aufgrund des Kurswechsels unter Trump aber nie zustande. Die fünf verbliebenen Partner des Deals - Russland, China, Deutschland, Frankreich und Großbritannien - haben in den vergangenen zwei Jahren versucht, das Abkommen am Leben zu erhalten.