Irans Einwurf-Panne: Warum die Idee richtig war

Maximilian Lotz
Milad Mohammadi sorgte mit einem missglückten Purzelbaum-Einwurf für das Highlight

Irans Linksverteidiger Milad Mohammadi hat mit einem missglückten Purzelbaum-Einwurf für das kuriose Highlight der WM-Partie gegen Spanien gesorgt.

In den sozialen Medien war das Gelächter nach der verpatzten Aktion in der vierten Minute der Nachspielzeit groß.

Statt vielleicht in letzter Minute doch noch ein Unentschieden gegen den haushohen Favoriten zu holen, kassierten die Iraner nach dem Auftaktsieg gegen Marokko ihre erste Niederlage beim Turnier in Russland. (Spielplan und Ergebnisse der WM)


Als derzeit Dritter der Gruppe B müssen sie nun aller Voraussicht nach ihr abschließendes Gruppenspiel gegen Portugal am Montag (ab 19.30 Uhr im LIVETICKER) gewinnen, um eine Chance auf den Einzug in die K.o.-Phase zu haben.

Mohammadi weit vom Weltrekord entfernt

Dabei hätte Mohammadi bei besserer Ausführung des Trick-Einwurfs auch schnell zum Helden werden können, die Idee des Iraners war nämlich durchaus sinnvoll.

Dass die Technik vielversprechend ist, stellte etwa der aktuelle Weltrekordhalter Thomas Gronnemark unter Beweis: Der Däne warf 2010 den Ball mit einem Flick-Flack-Einwurf 51,33 Meter weit und schaffte es damit ins Guinness-Buch der Rekorde.


Zudem gilt der Isländer Steinthor Freyr Thorsteinsson als ein Experte in dieser Disziplin. Flick-Flack-Einwürfe entsprechen den Regeln, solange der Spieler zum Zeitpunkt des Abwurfs mit beiden Füßen den Boden berührt.

Weltrekordhalter coacht Gladbach-Neuzugang

Auf der anderen Seite kann bei einem Flick-Flack-Einwurf auch noch mehr schiefgehen, wie dieses Video aus einem Amateurspiel belegt.


Weltrekordhalter Gronnemark ist seit seinem Karriereende sogar als professioneller Einwurf-Trainer tätig und coachte dabei auch Borussia Mönchengladbachs Neuzugang Andreas Poulsen beim FC Midtjylland.

Künftig dürfte Poulsen seine Einwurf-Künste auch in der Bundesliga präsentieren. Laut Gronnemark kann er den Ball fast 38 Meter weit werfen - auf konventionelle Art.

"Das ist super weit, er kann sich auch noch steigern. Ich denke aber, dass mein Weltrekord nicht in Gefahr ist", sagte Gronnemark der Bild.