Iranischer Rial fällt auf Rekordtief trotz Intervention der Regierung

Inmitten von Sorgen um eine weitere Verschärfung der Spannungen mit den USA ist der iranische Rial auf ein Rekordtief gefallen. Die iranische Währung fiel am Montag unter die Schwelle von 50.000 Rial zum Dollar

Inmitten von Sorgen um eine weitere Verschärfung der Spannungen mit den USA ist der iranische Rial auf ein Rekordtief gefallen. Trotz einer massiven Intervention der Regierung in Teheran fiel die iranische Währung am Montag unter die Schwelle von 50.000 Rial zum Dollar. Berichten zufolge horten die Iraner wegen der Unsicherheit so große Mengen Dollar, dass einigen Banken bereits die Greenbacks ausgehen.

Laut der Website Financial Information Network notierte der Rial am Montag auf dem freien Markt bei 50.860 Rial zum Dollar, während der offizielle Wechselkurs bei 37.686 lag. Die Regierung hatte im Februar den Verfall zu stoppen gesucht, indem sie die Zinsen erhöhte, Währungshändler festnahm und die Konten von Spekulanten einfror, doch setzte sich der Verfall vor den Ferien zum persischen Neujahr am 21. März fort.

Der Teheraner Finanzanalyst Navid Kalhor verwies auf Sorgen, dass US-Präsident Donald Trump das internationale Atomabkommen aufkündigt. Trump hatte kürzlich Mike Pompeo als Außenminister und John Bolton als Sicherheitsberater berufen. Beide sind erklärte Gegner des Abkommens, das dem Iran durch die Aufhebung der im Atomstreit verhängten Sanktionen wirtschaftliche Erleichterung verschafft hatte.

Der Verfall der Rial, der binnen sechs Monaten ein Viertel seines Werts einbüßte, bringt Präsident Hassan Ruhani in Bedrängnis. Seine Wirtschaftspolitik beruht maßgeblich darauf, ausländische Investitionen ins Land zu erholen. Viele Konzerne und Banken scheuen aber wegen der weiter bestehenden US-Sanktionen sowie der Ungewissheit um das Atomabkommen vor Investitionen im Iran zurück.