Iranische Schulen wegen Luftverschmutzung geschlossen

Smog über Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran sind die Schulen am Mittwoch den vierten Tag in Folge wegen der hohen Luftverschmutzung geschlossen geblieben. Trotz Verkehrsbeschränkungen blieb die Feinstaubbelastung mit einer Konzentration von 160 Mikrogramm pro Kubikmeter auf gesundheitsgefährdendem Niveau, wie die Behörden mitteilten. Die Werte liegen sechs Mal über den Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Die Behörden ließen auch am Mittwoch nur jedes zweite Auto auf die Straße abhängig von ihrem Nummernschild. Minen und Fabriken rund um Teheran mussten ebenfalls geschlossen bleiben. Auch in den Großstädten Isfahan, Tabris und Orumijeh war am Mittwoch die Luftverschmutzung so hoch, dass die Schulen geschlossen blieben. Kindern, Alten und Menschen mit Atemproblemen wurde geraten, zuhause zu bleiben.

Teheran leidet seit zwei Jahrzehnten unter starker Luftverschmutzung. Im Winter erreicht der Smog in der Megastadt, die in einer klimatisch schwierigen Lage am Gebirgshang gelegen ist, regelmäßig ein bedrohliches Niveau. 90 Prozent der fünf Millionen Autos in der Metropole stammen aus iranischer Produktion. Auch wenn die iranischen Raffinerien besser geworden sind, ist das örtliche Benzin oft von geringer Qualität.