Iranische Medien: Seit 2013 mehr als 2000 afghanische Kämpfer in Syrien getötet

Assad-treue Kämpfer in der syrischen Provinz Idlib

Im syrischen Bürgerkrieg sind in den vergangenen Jahren laut Medienberichten mehr als 2000 vom Iran ausgebildete afghanische Kämpfer getötet worden. Von den freiwilligen Kämpfern der afghanischen Division Fatemijun seien in den vergangenen fünf Jahren mehr als 2000 getötet und 8000 weitere verletzt worden, wurde Sohair Modschahed, ein hochrangiger Vertreter der Division, am Samstag von iranischen Medien zitiert. Der Iran unterstützt in dem Bürgerkrieg den syrischen Staatschef Baschar al-Assad.

Zur Division Fatemijun gehören nach Angaben der iranischen Zeitung "Schargh" Angehörige der schiitischen Minderheit, die bereits gegen die radikalislamischen Taliban in Afghanistan gekämpft hatten. Auch afghanische Veteranen, die im Iran-Irak-Krieg (1980 bis 1988) an der der Seite des Irans gekämpft hatten, gehörten zu der Kampfgruppe in Syrien. Im Iran-Irak-Krieg waren laut Modschahed rund 3000 Afghanen getötet worden.

Der schiitische Iran unterstützt die syrische Führung mit sogenannten Militärberatern, aber auch mit freiwilligen Kämpfern aus Afghanistan und Pakistan. Der Iran sagt ausländischen Kämpfern, die in Syrien auf Seiten Assads kämpfen, zu, dass im Falle ihres Todes ihre Angehörigen die iranische Staatsangehörigkeit erhalten. Zu den Opferzahlen in Syrien äußern sich die iranischen Behörden selten, in iranischen Medien laufen aber immer wieder Berichte und Reportagen über vom Iran ausgebildete freiwillige Kämpfer im Syrien-Krieg.