Iran: Weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen nach Ramadan

TEHERAN (dpa-AFX) - Irans Präsident Hassan Ruhani will die Corona-Beschränkungen nach dem Fastenmonat Ramadan weiter lockern. Ab Samstag kommender Woche (23. Mai) sollten bei Beachtung der Hygienerichtlinien die Mausoleen zweimal am Tag für drei Stunden geöffnet werden, sagte Ruhani am Samstag. Er ging nicht darauf ein, ob auch die Freitagsgebete in der Hauptstadt Teheran und anderen Großstädten wieder veranstaltet werden dürfen.

Außerdem dürften auch Restaurants und Cafes wieder öffnen, so der Präsident nach Angaben seines Webportals. In der vergangenen Woche machten bereits Schönheits- und Friseursalons wieder auf. Für Universitäten ist der 6. Juni der Stichtag. Die Sportwettbewerbe, besonders die Fußballspiele der ersten und zweiten Liga, sollen Mitte Juni wieder starten, jedoch vorerst ohne Zuschauer.

Die Schulen bleiben offiziell noch geschlossen. Aber in den Schulen stehen Lehrer für Fragen der Schüler bereit, besonders von denjenigen, die nicht am Internet-Unterricht teilnehmen können.

"Die Lockerungen bedeuten aber nicht, dass wir nicht mehr von Corona gefährdet sind", sagte der Präsident. Die Menschen müssten die Tatsache akzeptieren, dass sie noch mehrere Monate Vorsichtsmaßnahmen wie Mundschutz, Plastikhandschuhe und Abstand halten befolgen sollten. Es habe zwar Teilerfolge gegeben, aber dies bedeute nicht, dass das Virus besiegt sei, so Ruhani.

Von Teilerfolgen sprach am Samstag auch erneut das Gesundheitsministerium. Insbesondere sei die Zahl der Corona-Toten weiter gesunken. In den letzten 24 Stunden lag sie bei 35, sagte Ministeriumssprecher Kianusch Dschahanpur. Zwar gab es im gleichen Zeitraum über 1700 Neuinfizierte, aber 1400 von ihnen mussten nicht in Krankenhäuser eingeliefert werden, so der Sprecher im Staatsfernsehen. Außerdem hätten bis jetzt mehr als 93 000 Patienten die Krankenhäuser als geheilt verlassen können.

Seit Februar gab es im Iran nach offiziellen Angaben fast 7000 Tote im Zusammenhang mit Corona und über 118 000 Infizierte.