Iran droht ein Jahr nach tödlichem US-Angriff auf General Soleimani mit Rache

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Ein Jahr nach dem tödlichen US-Drohnenangriff auf den iranischen General Kassem Soleimani hat der Iran mit Rache gedroht. "Diejenigen, die bei diesem Attentat und Verbrechen eine Rolle gespielt haben, werden auf der Erde nicht sicher sein", sagte Justizchef Ebrahim Raisi am Freitag. Der ultrakonservative Kleriker sprach auf einer Gedenkveranstaltung in der Universität der Hauptstadt Teheran.

Raisi richtete seine Drohungen auch in Richtung von US-Präsident Donald Trump: "Gehen Sie nicht davon aus, dass jemand wie der amerikanische Präsident, der als Mörder aufgetreten ist oder einen Mord angeordnet hat, davor gefeit ist, dass Gerechtigkeit vollstreckt wird", sagte der oberste Chef der iranischen Justiz. "Sie werden eine grausame Rache erleben. Was bisher gekommen ist, war nur ein Vorgeschmack darauf", fügte Raisi mit Blick auf die USA hinzu.

Bereits Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei hatte all denen gedroht, die in die Tötung des Generals verstrickt waren.

Das US-Militär hatte vor einem Jahr auf Anordnung von Trump den einflussreichen iranischen General Soleimani im Irak mit einem gezielten Drohnenangriff getötet. Soleimani hatte die für Auslandseinsätze zuständigen Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden befehligt.

Washington begründete den Angriff damit, dass Soleimani Anschläge auf US-Einrichtungen geplant habe. Durch die Attacke gerieten die USA und der Iran damals an den Rand eines Krieges. Im Juli erklärte die UN-Sonderberichterstatterin für außergerichtliche Hinrichtungen, der Angriff sei eine "willkürliche Tötung" gewesen.

sip/jes