Iran-Atomkonflikt: Europäer appellieren erneut an Trump

Die Europäer haben die USA erneut aufgefordert, trotz der umstrittenen Politik Teherans an dem Atomabkommen mit dem Land festzuhalten.

Eine Wiederaufnahme der US-Sanktionen und damit ein Alleingang Washingtons sei ein schlechtes Zeichen, sagten die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens nach einem Treffen mit ihrem iranischen Kollegen in Brüssel.

EIngeladen zu der Begegnung hatte EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini.

Der französische Vertreter Jean-Yves Le Drian erklärte, es gebe zu dem Atomabkommen keine Alternative.

Es sei wichtig, dass sich alle Unterzeichnerstaaten an die eingegangenen Verpflichtungen hielten, auch die USA.

Deutschlands Außenminister Sigmar Gabriel sagte, das Abkommen sei gerade auch vor dem Hintergrund der Spannungen um Nordkorea ein Beweis, dass die Nicht-Verbreitung von Nuklearwaffen diplomatisch verhindert werden könne.

Sein britischer Kollege Boris Johnson sprach zudem die Rolle des Irans im Nahen Osten an.

Es müsse geprüft werden, was Teheran tun könne, um die Krisen im Jemen und in Syrien zu bewältigen.

Vor dem Brüsseler Kommissionsgebäude protestierten Kritiker des iranischen Regimes gegen die Menschenrechtspolitik Teherans.

Im Iran kommt es seit Wochen landesweit zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten, die eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage verlangen.