Irakische Armee erwartet harten Kampf gegen letzte IS-Verstecke

Die irakische Armee erwartet harte Kämpfe beim Vorgehen gegen die letzten Verstecke der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in der Wüste. Sie hatte am Donnerstag eine Operation gegen die letzten Bastionen der Dschihadisten gestartet

Die irakische Armee erwartet harte Kämpfe beim Vorgehen gegen die letzten Verstecke der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in der Wüste. Nach dem Abschluss der erste Phase zur Rückeroberung der Wüstenregion an der Grenze zu Syrien würden sich die Truppen nun daran machen, auch das Hauran-Tal unter ihre Kontrolle zu bringen, sagte der Sprecher des Gemeinsamen Einsatzzentrums, General Jahja Rassul, am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

Rassul sagte, das Tal sei tief und reiche bis auf syrisches Gebiet. Die Aufgabe sei nun, alle IS-Verstecke in der Wüste und den Tälern zu zerstören, um die Grenze zu Syrien zu sichern. Das Hauran-Tal ist mit 350 Kilometern das längste Tal im Irak. Es erstreckt sich von der Grenze zu Saudi-Arabien bis zum Euphrat. In seinen bis zu 200 Meter tiefen Schluchten haben die Dschihadisten seit 2014 Waffenlager und Nachschubposten angelegt.

Die irakische Armee hatte am Donnerstag eine Offensive in der Wüste gestartet, um die IS-Miliz aus ihren letzten Bastionen zu vertreiben. Die Dschihadisten hatten im Juli die Großstadt Mossul verloren und wurden seitdem aus zahlreichen weiteren Städte vertrieben. Ministerpräsident Haider al-Abadi will aber erst den Sieg über die Extremistengruppe erklären, wenn sie vollständig aus der westirakischen Wüste vertrieben ist.