iOS-Apps können Fotos schießen, wann immer sie wollen

Sascha Koesch


Ausgerechnet ein Google Mitarbeiter, Felix Krause, hat sich mal etwas näher mit den Zugriffsrechten beschäftigt, die Apps in iOS auf die Kameras haben. Das pikante dabei: Sofern man nicht grundsätzlich den Kamera -Zugriff verbietet, können Apps mit den Kameras eigentlich tun uns lassen was sie wollen solange sie im Vordergrund laufen

Egal ob Fotos schießen, Live Streamen, Gesichtserkennung, Videos, all das geht in iOS 11. Um das zu demonstrieren hat er mit watch.user sogar eine eigene App programmiert, die man testen kann, allerdings gibt es sie nicht im App Store.

Dies ist nicht nur bedenklich, weil Apps so Fotos schießen können, ohne dass man sich dessen bewusst wäre, sondern vor allem auch, weil sie Gesichter nach Reaktionen auf das Gesehene abscannen können. Gelegentlich ist das für die neuen Features von iOS (ARKit, FaceID) ja sogar explizit.

Man kann sich zwar in gewisser Weise einfach davor schützten, da man auch nachträglich den Kamerazugriff diverser App unterbinden kann, sonderlich praktisch ist das allerdings nicht und obendrein mit eigenen Problemen behaftet, da man über den Zugriff auf Bilder in Apps auch gleich ein Reiseprofil erstellen kann. Übrigens: generellen Zugriff auf die Kamera erhält jede iOS App sofern man einmal mit ihr ein Bild schießt.

Felix Krause empfiehlt Apple jedenfalls den Zugriff auf die Kamera in Apps jeweils nur temporär zu erlauben.

Felix Krause