IOC: Weiter keine Details zu Pengilly-Zwischenfall

IOC: Weiter keine Details zu Pengilly-Zwischenfall

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) gibt weiterhin keine Details zu dem Vorfall bekannt, der zur Abreise des britischen IOC-Mitglieds Adam Pengilly aus Pyeongchang geführt hat. "Er hat zugegeben, dass er sich schlecht verhalten hat, er ist abgereist - damit hat es sich", sagte IOC-Sprecher Mark Adams am Samstag.
Auf mehrfache Nachfrage sagte Adams, bei dem Sicherheitsmann, der mit Pengilly am Donnerstagmorgen aneinandergeraten war, handele es sich um einen "schüchternen jungen Studenten, der in Teilzeit für die Sicherheit" gearbeitet habe. Der 19- oder 20-jährige Mann habe bei einer Untersuchung nach dem Zwischenfall "Kratzer und blaue Flecken" vorgewiesen, "von denen ich nicht weiß, wo sie herkamen", sagte Adams. 
Das Video von dem Zwischenfall, das noch nicht veröffentlicht wurde, habe er noch immer nicht gesehen, ergänzte Adams. Die koreanischen Organisatoren hatten sich laut dem IOC-Sprecher zunächst gegen eine Abreise Pengillys ausgesprochen, doch die Ethikkommission des IOC habe entschieden, dass es das beste gewesen sei, den Briten auf den Heimweg zu schicken.
Das schnelle Handeln gegen Pengilly, der im IOC zu den schärfsten Kritikern von Präsident Thomas Bach gehört, erklärte Adams mit der Tatsache, dass der Fall den sensiblen Sicherheitsbereich tangiert und Pengilly zudem ein Fehlverhalten eingestanden habe.
Deshalb gelte bei Pengilly im Gegensatz zu anderen IOC-Mitgliedern, gegen die die Ethikkommission ermittelt oder ermittelt hat, nicht mehr die Unschuldsvermutung. Pengilly räumt einen Vorfall ein, bestreitet aber, handgreiflich geworden zu sein.