Investor schießt gegen Frank Thelen: „Deeptech-Suppen und Gewürze bringen uns nicht voran“

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Ex-Rocket-Mitarbeiter und Investor: Philipp Klöckner kritisiert Frank Thelen für dessen Aussagen zum Klimaschutz.
Ex-Rocket-Mitarbeiter und Investor: Philipp Klöckner kritisiert Frank Thelen für dessen Aussagen zum Klimaschutz.

Nach seiner Großspende an die FDP sieht sich der Investor Frank Thelen in sozialen Netzwerken mit Kritik konfrontiert. Thelen hatte seine Unterstützung für die Partei am Donnerstag damit begründet, dass es in der nächsten Bundesregierung eine „klare Wirtschaftskompetenz“ geben müsse. Nur so könne Deutschland seine Wirtschaftskraft und seine „Verhandlungsposition in globalen Debatten“ erhalten und ausbauen. Dies gelte auch für den Umgang mit dem Klimaschutz. „Deutschland ist für nur zwei Prozent der globalen Emissionen verantwortlich. Wir brauchen technologische Lösungen für alle Länder“, schrieb Thelen an seine rund 57.000 Follower.

An dieser Aussage stört sich nun offensichtlich der Angel-Investor und ehemalige Rocket-Mitarbeiter Philipp Klöckner. Deutschland nur für einen geringen Anteil am globalen CO2-Ausstoß verantwortlich zu machen, sei ein „primitives 'Wasn't me'-Argument“, twitterte Klöckner am Freitag – „historisch ist die Klimaschuld weit höher“. Für den Investor sind Thelens Worte eine so wörtlich „absolute Deppen- und Klientelargumentation“.

https://twitter.com/pip_net/status/1410701229685153792

Die Reaktion von Frank Thelen folgte prompt. Der ehemalige DHDL-Juror warf Klöckner vor, ihn nicht verstanden zu haben. „Nicht nur wir müssen schnell und konsequent klimaneutral werden, sondern auch Lösungen für die Welt entwickeln“, konkretisierte Thelen seine Aussage.

https://twitter.com/frank_thelen/status/1410850862302470144

Zwischen den Streithähnen entwickelt sich in der Folge ein reger Schlagabtausch. Klöckner möchte etwa von Thelen wissen, inwiefern sich die Verhandlungsposition Deutschlands verschlechtere beziehungsweise wie die Bundesrepublik zum Klimaschutz beitrage, wenn sie – so deutet Klöckner offenbar Thelens Worte – die Verantwortung auf andere Länder schiebt. „Rumtaktieren hat doch nichts mit Problembewusstsein und Innovation zu tun. Unsere Schuld ist weit höher als zwei Prozent und wir sollten vorangehen!“, schreibt Klöckner.

Thelen wirft dem Investor daraufhin vor, sich bewusst „dumm“ zu stellen. Deutschland müsse die führende Nation beim Klimaschutz werden. „Das lebe und kommuniziere ich seit Jahren“, schreibt Thelen und spielt damit auf seine Investments etwa in den Flugtaxi-Pionier Lilium oder das Energie-Startup Kraftblock an. Klöckner wiederum scheint Thelen mit anderen Investments in Verbindung zu bringen: „Sorry, Deeptech-Suppen und Gewürze […] bringen uns nicht voran. Das ist nicht die Innovation die Planet und Menschheit hilft gerade“, so Klöckner. Damit meint der Investor offensichtlich Thelens Beteiligungen an den DHDL-Startups Little Lunch und Ankerkraut.

https://twitter.com/pip_net/status/1410854839567925255

Dann endet der Schlagabtausch. Klöckner stellt Thelen noch eine Frage zu seiner Spende an die FDP und kritisiert ihn für das Investment in die Blockchain-Plattform Neufund. Darauf geht Thelen aber nicht mehr ein. „Philipp ist jetzt gut“, schreibt er.

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