Eine Investition in eine Immobilie kann euer finanzieller Tod sein, sagt ein VWL-Professor

Christoph Damm
Villa mit Garten

Eine Immobilie schützt vor Inflation und dient als perfekte Altersvorsorge, weil man dann als Rentner keine Miete zahlen muss. Diese Meinung ist weit verbreitet — aber nicht unbedingt richtig, warnt Hanno Beck, VWL-Professor an der Hochschule Pforzheim in einem Gast-Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Wenn man mit einer Immobilienfinanzierung quasi ein Vermögen für lau aufbauen könnte, muss man sich fragen, wieso das nicht alle Menschen tun,“ schreibt er dabei zum Einstieg.

Dabei weist auf er vermeintliche Irrtümer beim Immobilienkauf hin, die selten thematisiert werden. So sei eine Immobilie keinesfalls sicher die beste Altersvorsorge. Denn: Da die Finanzierung einer Immobilie meistens per Kredit realisiert wird, kann man den Erwerb nicht mit Mietzahlungen direkt vergleichen. 

Andere Geldanlagen eventuell profitabler

Schließlich zahlen Mieter den monatlichen Preis aus ihrem laufenden Einkommen — so müssten, für einen konkreten Vergleich, auch Mieter einen Kredit aufnehmen, davon die Miete zahlen und den Restbetrag in andere Geldanlagen stecken. Wer dann am Ende der Immobilienfinanzierung mehr Geld zur Verfügung hat, hat die bessere Altersvorsorge betrieben.

Dabei werden die Aktienmärkte häufig unterschätzt: Der DAX erreicht langfristig gesehen eine Performance von etwa sieben Prozent pro Jahr. Trotz steigender Immobilienpreise hätte daher ein Anleger, der nur in den größten deutschen Index investiert hat am Ende das höhere Vermögen gehabt.

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