Interview: „Die Welt braucht Bitcoin“ – Ziel neue Bitcoin Group

DER AKTIONÄR
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Bitcoin Group: Verbot, wenn Bitcoin und Co die Billion-Dollar-Grenze knacken?

Anleger fragen sich: Welche Aktie profitiert vom gewaltigen Bitcoin-Boom? Die Bitcoin Group ist eine der seltenen an der Börse gelisteten Firmen – und hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verzehnfacht.

Als Investor in die Währung Bitcoin – wird einem da nicht schwindlig angesichts von fast 1.000 Prozent Plus in einem Jahr?

Florian Söllner: Nur ein bisschen. Ich sehe kurzfristig eine Übertreibung, glaube aber, dass die Welt eine Alternative zu Euro, Dollar und Gold braucht. Neueinsteiger können ein Bitcoin-Investment mit einer (Auto-)Versicherung vergleichen: Crasht der Euro nicht, ist die Prämie vielleicht weg – doch kommt der Unfall, kann Bitcoin noch sehr, sehr viel wertvoller werden. Nebeneffekt: Man öffnet sich Technologien und entdeckt Neues.

Wie die Bitcoin Group ...

Genau. Über die Bitcoin.de-Plattform habe ich meinen ersten Bitcoin gekauft und mich natürlich direkt für die Firma dahinter, eine Aktiengesellschaft, interessiert, die zu meiner Überraschung sogar börsengelistet war.

Im Jahr 2016 war die Bitcoin.de-Mutter Bitcoin Group jedoch noch völlig unbekannt und intransparent. Wieso die Empfehlung?

Grundsätzlich lieben wir wie Peter Lynch oder Warren Buffett Aktien, über die niemand spricht. Alleine das machte die Bitcoin Group bei 4,60 Euro interessant – keine Medien, kein Analyst hatte sich zuvor damit befasst. Doch natürlich sollte man gerade dann ganz genau hinsehen. Wir haben im Zuge der Recherche etwa mehrfach mit Bitcoin­­.de-Gründer Oliver Flaskämper gesprochen, was uns von der Aktie überzeugt hat. Der direkte Kontakt zum Vorstand war auch entscheidend bei Empfehlungen von Papieren wie Staramba (+800 %) oder Norcom (+1.000 %). Natürlich funktioniert nicht jeder Tipp in solchem Ausmaß, denn der Hot Stock Report setzt auf Start-ups, die sich noch in einer frühen, riskanten Phase befinden. Doch unterm Strich geht die Strategie auf.

In der Spitze konnten mutige Leser des Hot Stock Report 1.500 Prozent Plus mit der Bitcoin Group erzielen. Und jetzt? Gilt hier wie bei der Währung: The Sky ist the limit?

Ganz klar nein. Während die Kryptowährung Bitcoin mangels Anker in Form eines klassischen Bewertungsansatzes vergleichsweise schwerelos nach oben schweben kann, wird die Bitcoin Group durch KGV- oder KUV-Betrachtung auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden. Wir handeln auch beim Ausstieg antizyklisch und raten: Verkaufen, den Großteil der Gewinne mitnehmen. Dennoch: Wir bleiben in Kontakt zur Bitcoin Group – im der Hot-Stock-Ausgabe erscheint ein Interview mit dem CEO. Doch neue Performance wollen wir nun mit einer anderen Aktie erzielen: Gerade ist eine unterschätzte Internet-Firma ins Depot 2030 gekauft worden – auch hier haben wir den CEO gesprochen und sind sehr zuversichtlich…

Florian Söllner ist leitender Redakteur bei DER AKTIONÄR und Chefredakteur des Spezialdienstes Hot Stock Report. Sein Schwerpunkt liegt auf Internet- und Fintech-Aktien sowie Zukunftstrends. Söllner bewertet in öffentlichen Selbsttests neue Investmentvarianten wie Peer-to-Peer-Lending oder Krypto­währungen (Bitcoin). 2012 stellte der Experte in einer deutschlandweiten Vortragsreihe an Universitäten seinen auf Behavioral Finance basierenden Contrarian-Ansatz vor, um Investmentchancen vor anderen zu entdecken. Der Hot Stock Report erscheint wöchentlich als PDF. Das darin geführte Depot 2030 ist laut Börsenwelt das beste Profi-Musterdepot 2017.

(Dieses Interview ist in der AKTIONÄR-Ausgabe 37/2017 erschienen.)

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Hinweis: Florian Söllner besitzt selbst die Kryptowährung Bitcoin