Interview: So kämpft Maria Furtwängler für mehr Frauen im Fernsehen

Die Schauspielerin Maria Furtwängler

"Männer erklären die Welt": Das ist eines der Ergebnisse einer Studie der Universität Rostock zur Geschlechterdarstellung in Film und Fernsehen in Deutschland, die am Mittwoch in der Akademie der Künste vorgestellt wurde. Initiiert wurde sie von Schauspielerin und Ärztin Maria Furtwängler (50), die sich mit ihrer Stiftung Malisa unter anderem für gesellschaftliche Vielfalt und die Überwindung einschränkender Rollenbilder einsetzt. Ein Gespräch über Unsichtbarkeit, entspanntes Altern und übellaunige Ermittlerinnen.

Das Ergebnis der Studie ist, dass Frauen deutlich unterrepräsentiert sind. Das ist nicht ganz überraschend. Nach all den Jahren der Diskussion über Gleichberechtigung und Gleichstellung aber doch ein bisschen erschreckend, oder?

Maria Furtwängler : Erschreckend wäre das nur, wenn es hieße: "Es ist halt eh ungerecht und bleibt auch so." Man muss wirklich Anlauf für Veränderung nehmen, denn: Frauen kommen in Film und Fernsehen nur halb so oft vor. Und wir kommen jenseits der 30 mit jedem Lebensjahr immer seltener vor.

In der Studie klafft die Schere ja da schon sehr weit auseinander …

Ja, wenn man die Fakten auf sich wirken lässt, ist das doch schon erstaunlich.

Sie haben die Studie mit ihrer Stiftung Malisa initiiert und wollen nun auch eine Expertinnendatenbank aufbauen.

Das wäre die nächste Initiative. Auch das kann ich jedoch nicht alleine stemmen, das ist aufwendig und teuer. Da müssen wir in Ruhe schauen, wie man sich da aufstellen könnte.

Wie sieht die Arbeit der Stif...

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