Interview: Oliver Kalkofe: "Seit 30 Jahren nichts als meckern"

18.09.2017/ Germany/ Berlin/ Oliver Kalkofeim Resturant La Gondula, am Mexikoplatz. photo: David Heerde

Für das Interview hat sich Oliver Kalkofe ein Restaurant am Mexikoplatz ausgesucht. Der Kabarettist wohnt um die Ecke, seit 15 Jahren ist Berlin seine Heimat. Noch ein bisschen länger parodiert der 52-Jährige bereits mit seiner "Mattscheibe" das deutsche Fernsehen. Nebenbei ist er als Synchronsprecher tätig. So wie in dem Animationsfilm "Cars 3", in dem Kalkofe zum zweiten Mal dem Dodge "Rusty" seine Stimme leiht. Hauptfigur Lightning McQueen ist in die Jahre gekommen und muss sich der jungen Konkurrenz stellen. Ein Gespräch über Erfolgsdruck in der Medienbranche, YouTuber und Haartönungen.

Der Film stellt die Frage: Soll man mit der Karriere aufhören, wenn es am schönsten ist, oder es bis zum Ende durchziehen? Was sind Ihre Gedanken dazu?

Oliver Kalkofe: Ich glaube, diese Gedanken begleiten mich schon mein ganzes Leben. Man ist immer wieder darauf angewiesen, sich neu zu definieren. Und selbst wenn man es dann irgendwann geschafft hat, in irgendetwas der Beste zu sein, ist das immer nur kurzfristig. Und wenn man in der Öffentlichkeit steht, ist der Druck umso höher. Ab diesem Zeitpunkt kann es ja nur noch bergab gehen, und dann muss man sich fragen, wie man damit umgeht. Ich sehe es nicht so, dass man dann aufhören sollte. Das denkt man nur, wenn man jung ist. Ich denke, egal was man macht, man kann es so lange tun, wie man Spaß dran hat, mit dem Herzen dabei ist und Kopf und Körper noch mitmachen.

Besteht nicht aber die Gefahr, diesen Zeitpunkt der Erkenntnis zu verpassen, wei...

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