Interview: Michael Müller: "Natürlich stelle ich mir kritische Fragen"

DEU, Deutschland, Germany, Berlin, 14.06.2017: Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), posiert für ein Portrait vor seinem Büro im Roten Rathaus. Mueller SPD DEU Germany Germany Berlin 14 06 2017 the Governing Mayor from Berlin Michael Mueller SPD posing for a Portrait before his Office in Red City Hall Mueller SPD

Im Streit über die Zukunft des Flughafens Tegels geht Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) davon aus, dass der von ihm eingesetzte Gutachter in zwei bis zweieinhalb Monaten eine Bewertung vorlegt, auf dessen Grundlage der Senat dem Parlament einen Entscheidungsvorschlag machen kann. Die Abstimmung könnte dann im ersten Quartal 2018 stattfinden.

Herr Müller, haben Sie breite Schultern?

Michael Müller: Nach über 15 Jahren in der ersten Reihe der Berliner Politik braucht man breite Schultern. Warum?

Wir fragen nach, weil Sie ja zusätzliche Aufgaben übernehmen wollen. Sie sind Regierender Bürgermeister und SPD-Landeschef, streben einen Beisitzer-Posten im Bundesvorstand an und sind jetzt für ein Jahr Bundesratspräsident.

Ich habe immer viel gearbeitet. Mein Tag ist 14 bis 16 Stunden lang. Man muss Prioritäten setzen und dann im Kalender neu gewichten – die Zeit als Bundesratspräsident ist zwar eine wichtige, doch sie dauert ja nur ein Jahr.

Aber gibt es nicht genug als Regierender zu tun? Berlin hat jede Menge ungelöste Pro­bleme.

Um die ich mich natürlich weiter kümmern werde. Der Bundesratsvorsitz bietet die Chance, Berliner Themen stärker in den Mittelpunkt zu rücken und bundespolitisch mit mehr Gewicht auftreten zu können und als Regierungschef gehe ich auch jetzt schon zu vielen Sitzungen der Bundespartei, als Vorstandsmitglied ist aber eine stärkere Einflussnahme möglich.

Vor Ihrem Antritt als Bundesratspräsident haben Sie einen Vorstoß für ein solidarisches Grun...

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