Interview: Herthas Per Skjelbred – "Ich mache die Drecksarbeit"

Per Skjelbred stand in 118 Ligaspielen für Hertha auf dem Platz. Nur an der Torausbeute muss der Norweger noch arbeiten: Er traf bisher erst zweimal

Berlin.  Per Skjelbred kommt zu spät zum Interview, bei der Massage hat es länger gedauert. Die vielen Spiele machen sich bemerkbar, sagt er. Dann klingelt sein Telefon, seine Frau. Die Liste der Dinge, die er noch zu erledigen hat, ist lang. Auto aus der Werkstatt holen, einkaufen, Kinder aus der Schule beziehungsweise dem Kindergarten mit nach Hause bringen.

Herr Skjelbred, fängt für Sie die Arbeit jetzt nach dem Training erst so richtig an?

Per Skjelbred: (lacht) Ja, das kann man wohl sagen. Nur mit Fußball ist es nicht getan, wenn du eine Familie hast. Aber ich mache das gern. Vater zu sein, ist das tollste Gefühl auf der Welt. Wenn es meinen Kindern und meiner Frau gut geht, geht es mir gut. Dann kommt alles andere von allein. Auch beim Fußball.

Gemessen daran, wie Sie derzeit spielen, muss es Ihrer Familie und Ihnen ziemlich gut gehen.

Wir fühlen uns total wohl in Berlin. Mein Sohn geht jetzt hier zur Schule, er lernt lesen und schreiben, alles auf deutsch. Meine Tochter schaut ihm dabei über die Schulter und versucht, alles nachzumachen. Es macht mir und meiner Frau große Freude, zuzusehen, wie die beiden aufwachsen. Als Familienvater entwickelt man eine spezielle Gelassenheit, wenn es in anderen Bereichen, etwa beim Fußball, mal nicht so läuft.

Für Sie läuft es gerade sehr gut. Sie standen in allen Bundesligaspielen von Beginn an auf dem Feld und sind als einer von wenigen bisher von der Rotation verschont geblieben. Was bewirkt das Vertrauen des Trainers bei Ihnen?

Es tut gut, jede...

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