Interview: "Für Arbeitgeber sind Gesundheitsmanager sehr attraktiv"

Medizinisches Wissen plus Wirtschaftsexpertise ist eine perfekte Kombination. Warum? Das erklärt bbw-Professorin Beate Schultz-Zehden.

Berlin.  Die Diplom-Psychologin Beate Schultz-Zehden ist Professorin für Gesundheitsmanagement an der bbw Hochschule. Außerdem coacht sie Führungskräfte im Gesundheitswesen.

Frau Schultz-Zehden, seit einigen Jahren kann man in Deutschland Gesundheitsmanagement studieren. Warum ist die Ausbildung wichtig?

Beate Schultz-Zehden: Unser Gesundheitssystem ist kompliziert geworden. Seit 2004 wird jeder Patient nicht mehr nach Liegetagen im Krankenhaus, sondern als Fall abgerechnet. Und je schneller der "Fall" das Krankenhaus verlässt, desto lukrativer ist dies für das Krankenhaus.

Viele Krankenhäuser geraten seitdem unter erheblichen Kostendruck. Sie müssen wirtschaftlich arbeiten, das ist nicht die Kernkompetenz der Ärzte. Sie können heilen, aber betriebswirtschaftliches Grundwissen bringen sie in der Regel nicht mit. Auch mit dem Qualitätsmanagement, das damals eingeführt wurde, sind viele Ärzte überfordert.

Gesundheitsmanager nehmen ihnen diese Aufgabe ab. Die Branche braucht Leute, die dieses spezielle Know-how einbringen. Die Ausbildung zum Gesundheitsmanager vermittelt das Wissen rund um die Verwaltung und Abrechnung von gesundheitlichen Leistungen.

An wen richtet sich der Studiengang Gesundheitsmanagement?

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Beate Schultz-Zehden ist Professorin für Gesundheitsmanagement an der bbw Hochschule privat

Schultz-Zehden: Das Vollzeitstudium ist für alle Schulabsolventen oder Umschüler interessant, die in Gesundheitseinrichtungen in Bereichen arbeiten möchten, wo betriebswirtschaftliches Know-how gefragt ist. Vor allem für medizinisch vorgeprägte Berufsgruppen ist ein berufsbegleitendes Stu...

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