Interview: Chemie-Ausbildung: "Übernahmequote bei 90 Prozent"

Lohnt sich eine Ausbildung in der Chemie-Branche? Nora Schmidt-Kesseler vom Arbeitgeberverband Nordostchemie sagt Ja und erklärt warum.

Berlin.  Rechtsanwältin Nora Schmidt-Kesseler ist Haupt­geschäfts­führerin des Ar­beitgeber­ver­bands Nordostchemie, der 330 Mitgliedsunternehmen hat. ­Adrienne Kömmler sprach mit ihr über Berufswege und Arbeitsmarktchancen in der chemischen Industrie.

Man kann Chemiker werden, Chemielaborant, Chemikant oder auch Produktionskraft Chemie – es gibt offenbar viele Möglichkeiten.

Nora Schmidt-Kesseler: Ja, die Unternehmen und deren Branchen unterscheiden sich. Die Palette der Einsatzfelder ist entsprechend enorm breit gefächert. In der Lebensmittel-, Pharma-, Textil- oder auch der Kosmetikindustrie: Überall braucht es auf dem Gebiet der Chemie versierte Fachleute.

Man denkt immer zuerst an Experimente im Labor, bei denen man es mit der Schutzbrille auf der Nase im Reagenzglas brodeln lässt. Aber das ist natürlich längst nicht alles. Jobs in der chemischen Industrie sind unwahrscheinlich vielfältig. Alleine unsere Azubi-Kampagne "Elementare Vielfalt" präsentiert 28 Berufsbilder.

Ein Beispiel?

Bild Nr. 1:
Nora Schmidt-Kesseler vom Arbeitgeberverband Nordostchemie. Adrienne Kömmler

Schmidt-Kesseler: Ein Top-Ausbildungsberuf und für die Chemie von herausragender Bedeutung ist der Chemikant, der Produktionsvorgänge steuert und chemische Prozesse in den Anlagen überwacht. Natürlich haben wir auch Berufe, mit denen eine Karriere im Vertrieb oder in der Qualitätssicherung gestartet werden kann. Und die akademische Laufbahn als Chemiker führt häufig in die Forschung und Entwicklung. Die Branche will eine Spitzenposition halten und investiert jährlich mehr als zehn Milliarden Euro in die Fo...

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