Internetnutzer wünschen sich übersichtlichere AGBs bei Streaming-Angeboten

Viele Internetnutzer wünschen sich, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Streaming-Diensten übersichtlicher werden. 82 Prozent fanden die AGBs zu lang, ebenso viele überfliegen sie nur grob oder lesen sie gar nicht, wie eine am Mittwoch von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz vorgestellte Umfrage ergab. Die Verbraucherschützer sehen Optimierungsbedarf.

Für die Umfrage wurden 2000 Verbraucher online befragt. Neun von zehn schauen laut Verbraucherzentrale zumindest gelegentlich Videos oder hören Musik über Streaming-Angebote. Fast die Hälfte zahlt für Filme und Serien, vor allem jüngere Streaming-Nutzer.

Vor allem auf dem Smartphone sei den Nutzern das Lesen von langen AGBs lästig. 87 Prozent wünschen sich eine kompakte Zusammenfassung. Am wichtigsten finden sie Hinweise auf automatische Vertragsverlängerungen, Kündigung und Preise.

Die Verbraucherschützer schlagen vor, dass wie im Online-Handel die wichtigsten Punkte knapp präsentiert werden, bevor Nutzer auf den "Kostenpflichtig bestellen"-Knopf klicken. "Wichtig ist, dass AGB und andere Informationen von Verbrauchern erfasst und verstanden werden können ? auch wenn sie im Alltag wenig Zeit haben und keine Juristen sind", erklärte Heike Schulze vom Verbraucherzentrale Bundesverband.