Internet-Wahlkampf: Wie Parteien digitale Daten der Wähler ausnutzen

Damit bezog sich die Sprecherin auf die jüngsten Ereignisse in Sachsen-Anhalt.

Deutschland steht vor einem Wahlkampf, wie es ihn hierzulande noch nicht gab. Nicht auf der Straße, auf Plakaten und bei Kundgebungen. Die Wahl wird diesmal auch entscheidend in der virtuellen Welt ausgefochten. Die Parteien geben erstmals größere Millionenbeträge aus, um im Internet für sich zu werben.

Das Unheimliche daran ist, dass sie dabei völlig neuartige Möglichkeiten haben, Wähler digital zu vermessen und auf Basis seiner Vorlieben und Interessen mit maßgeschneiderten Botschaften anzusprechen. Gefährlich daran ist, dass vor allem Populisten die digitalen Netzwerke für ihre Zwecke zu nutzen verstehen. Nach dem Wahlsieg Trumps geriet Facebook wegen seiner Rolle im US-Wahlkampf international ins Zwielicht.

In den Wahlkampfzentralen in Berlin arbeiten die Parteien seit Monaten an Strategien, um ihre Botschaften zu verbreiten und Menschen einzunehmen. „Die Generalsekretäre aller Parteien haben verstanden, wie das Netz funktioniert“, sagt der Hamburger Politik- und Digitalberater Martin Fuchs, „der Wandel in den Köpfen der Entscheider ist passiert.“

„Wir gucken begeistert, wie Campaigning funktioniert und versuchen zu lernen“

Alle Parteien haben Stellen geschaffen, externe Fachkräfte angeheuert und ihre Strategen dahin geschickt, wo die Politiker soziale Medien schon länger professionell nutzen.

„Wir gucken begeistert, wie Campaigning funktioniert und versuchen zu lernen“, sagt Thomas Lohmeier, Chef der Öffentlichkeitsarbeit bei der Linken, der die Kampagne von Bernie Sanders in den USA begleitet hat. „Für uns haben die sozialen Medien große Bedeutung, weil wir damit direkt mit dem Bürger in einen Dialog kommen können.“

Der digitale Umbruch spiegelt sich auch in den Budgets: Die Grünen geben sogar die Hälfte ihres Anzeigenetats von zwei Millionen Euro in...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung