Sitzungszoff und ein Brandbrief: Wie der Streit in der Linken eskaliert

Leonhard Landes
Zerstritten: Die Linke-Parteivorsitzenden Bernd Riexinger (l.) und Katja Kipping (3. v. links) und die Fraktionschefs Sahra Wagenknecht (2. v. links) und Dietmar Bartsch (r.).

Ein Riss geht durch die Linkspartei: Seit Monaten gärt der Streit zwischen der Fraktionschefin Sahra Wagenknecht und Parteichefin Katja Kipping.

Es geht um die Haltung in der Flüchtlingspolitik, eine mögliche neue Ausrichtung der Partei – vor allem aber um die Frage, wer in der Linken das Sagen hat. 

In dieser Woche ist der Führungsstreit innerhalb der Partei auf einer Fraktionssitzung laut zwei Medienberichten eskaliert. Auch über ein internes Schreiben wird berichtet, das verdeutlich, wie tief die Linke gespalten ist.

Der Streit zwischen Wagenknecht und Kipping – auf den Punkt gebracht.

Worüber die Linken streiten:

► Wagenknecht und Kipping stehen für unterschiedliche Positionen in der Flüchtlingspolitik. Im Parteiprogramm fordert die Linke – wie von Kipping unterstützt – “offene Grenzen für alle Menschen”. Wagenknecht bezeichnet diese Position als “weltfremd”, sie möchte die Flüchtlingszahlen begrenzen. 

► Kipping wiederum hatte Wagenknecht und deren Ehemann Oskar Lafontaine für diese flüchtlingskritische Haltung in einer Rede in die Nähe der AfD gerückt und sprach von einer “AfD light”.

► Nach der Bundestagswahl entbrannte in der Linken ein Streit über Stimm- und Rederechte im Bundestag. In einem Brief drohte Wagenknecht mit ihrem Rückzug und warf Kipping und dem Co-Vorsitzenden Bernd Riexienger einen “penetranten Kleinkrieg” und “Intrigen” vor.

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